Wacholderhain des Missionsgymnasium
St. Antonius, Bardel

 

Wacholderhaine sind selten geworden. Sie befinden sich auf meist nährstoffarmen, trockenen Flächen und ließen früher keine andere Nutzung als die Beweidung zu. Durch den Verbiss von Ziegen, Schafen und Rindern wurden die Pflanzen kurz gehalten, stachlige Büsche wie Wacholder oder der gefährdete englische Ginster jedoch verschmäht. So entwickelte sich mit der Zeit eine einzigartige Kulturlandschaft, die Lebensraum für Tiere und Pflanzen bot, von denen heute viele zu den bedrohten Arten gehören und auf der roten Liste stehen..

 

 

Die Einstellung der Schaf- und Ziegenbeweidung sowie die natürliche Sukzession haben auf den ehemaligen Wachholderhainflächen zu großen Verlusten der einst dominanten Art geführt. Die aus Nordamerika eingeschleppte späte Traubenkirsche bildet ein zusätzliches Problem, da dieser schnellwüchsige Strauch zu einem zweiten dichten Kronendach über den Wacholdersträuchern herangewachsen ist. Der Lichtmangel führt zum Wacholdersterben.

Schätzungen zufolge sind inzwischen schon rund 70 Prozent des Wacholders in dem Landschaftsschutzgebiet abgestorben. Das ca. 9 ha große Areal von der Spätblühenden Trauben-kirsche, einer eingewanderten Gehölzart, zu befreien und dem Wacholder und der Besenheide damit wieder eine Lebensgrundlage zur Entwicklung bzw. Verjüngung zu ermöglichen, ist Ziel von geplanten Pflegemaßnahmen. Der Oberboden soll dabei zunächst komplett abgetragen, das Aushubmaterial gesiebt und teilweise in Wallhecken angelegt werden. Der vorhandene Baumbestand sowie die kulturhistorisch wertvollen Altäre -angelegt von Franziskanermönchen- sollen dabei geschützt und letztgenannte insbesondere in ihrer Bedeutung durch eine geplante Wegeführung verbunden werden.

Die Partnergruppen des Medienprojektes setzen sich aus Schülern und Schüler-innen des Missions-gymnasium St. Antonius Bardel, Bad Bentheim, zusammen.