Natur und Kultur: Moorlandschaften des Saterlandes

 

 

Seelterlound, du läist ousleten, fon de Wareld gans
 ferjeten.

Man din Faan

häd uus uk heelden


fräi fon Fäinde,

Kriech un Nood.

Saterland, liegst abgeschlossen, von der Welt ganz
 vergessen.

Doch dein Moor

hat uns auch gehalten


frei von Feinden, Krieg und Not.

Die Moore des norddeutschen Ortes Saterland sind mit der Geschichte und Kultur des Ortes eng verbunden. Jahrhundertelang lagen die Saterland-Siedlungen Scharrel, Ramsloh und Strücklingen isoliert auf einer Sandinsel, inmitten von Mooren. Dadurch war das Saterland lange Zeit sehr isoliert und bis ins 19. Jahrhundert hinein nur per Boote über einen kleinen Fluss zu erreichen. Aufgrund der Isolation hat sich in den Orten eine eigene Sprache entwickelt, das Saterfriesisch. Obwohl vom Aussterben bedroht, sprechen auch heute noch ca. 1500 Personen diese altdeutsche Sprache. Das Saterland stellt die kleinste Sprachinsel Europas dar.

Die Hochmoore der Region sind heute größtenteils verschwunden. Relikte aus dieser Zeit sind nur noch selten anzutreffen. Wo der begehrte Torf auch heute noch industriell genutzt wird, entstehen nachfolgend sogenannte Renaturierungsflächen. Langfristig sollen auf ihnen Hochmoor-Lebensräume wieder aufgebaut werden. Der Frage, wie wichtig diese Flächen für Tier- und Pflanzenarten sind, gehen zurzeit Schüler und Schülerinnen des Laurentius-Siemer-Gymnasiums Ramsloh im Zuge des GreenCut-Medienprojektes nach. 

Die Zielidee des Filmprojektes ist, in Zusammenarbeit mit Schülern und Schülerinnen der saterfriesischen Sprachen-AG einen Filmbeitrag über die Natur der Moore (einschließlich Artenvielfalt) zu produzieren und hierbei gleichzeitig den Zusammenhang zwischen Natur und (Sprach-)Kultur deutlich machen.

Der Beitrag wird in saterfriesischer Sprache kommentiert und mit hochdeutschen Untertiteln versehen sein. Die Projektlaufzeit im Saterland wird von Okt. 2015 bis zum Sommer 2016 reichen. Die Gruppenarbeit findet somit nicht blockweise sondern an ausgewählten Tagen statt.

Kooperationsbeginn 2015.